Unbeschwert essen, trinken und lachen mit gesunden Zähnen

Schöne gesunde Zähne ein Leben lang vom ers­ten Milch­zahn an – dafür ist täg­li­che regel­mä­ßige Zahn­pflege mit fluo­ridhal­ti­ger Zahn­pasta, zuhause wie im Rah­men der Grup­pen­pro­phy­laxe in Schu­len und Kin­der­gär­ten das A und O. Damit haben wir nicht nur gut Lachen, son­dern unsere Zähne kön­nen auch pro­blem­los die über18 Ton­nen Lebens­mit­tel bewäl­ti­gen, die wir im Laufe eines Lebens verzehren.

Viel­fäl­tig und aus­ge­wo­gen essen

Wir essen und trin­ken unterande­rem, weil wir Ener­gie brau­chen. Diese sollte zu etwa 50 Pro­zent aus Koh­len­hy­dra­ten stam­men. Dafür haben wir eine breite Aus­wahl an Lebens­mit­teln, die zu einer aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung bei­tra­gen. Für die Zahn­ge­sund­heit wich­tig: Ver­gär­bare Koh­len­hy­drate wie ungekochte/gebackene Stärke aus Getreide, Kar­tof­feln oder Reis sowie ver­schie­dene Zucker­ar­ten aus Früch­ten, Gemüse, Honig oder Haus­halts­zu­cker kön­nen Karies begüns­ti­gen. Die For­mel für gesunde Zähne lau­tet: Essen und Trin­ken in aller Viel­falt genie­ßen, jedoch nicht andau­ernd und in jedem Fall bei guter Mundhygiene.

Kari­es­ge­fahr erkannt und schon gebannt

Kari­es­ver­ur­sa­chende Bak­te­rien (Strep­to­kok­kus mutans) im Mund las­sen sich kaum ver­mei­den. Schon im Säug­lings­al­ter wer­den sie in der Regel von den Eltern über den Spei­chel auf das Kind über­tra­gen. Die Bak­te­rien tum­meln sich in den Zahn­be­lä­gen (Plaque). Diese müs­sen regel­mä­ßig besei­tigt und der Zahn­schmelz muss gegen die Atta­cken der Bak­te­rien wider­stands­fä­hig gemacht wer­den. Am bes­ten gelingt das mit Fluo­ri­den in der Zahn­pasta – aber auch im Salz nüt­zen sie den Zäh­nen. Denn Fluo­ride machen den Schmelz hart gegen Angrei­fer. Karies-Bakterien ver­wan­deln ver­gär­bare Koh­len­hy­drate (ent­hal­ten in z.B. Voll­korn­brot, Honig, Kek­sen, Nudeln, Müsli, Tro­cken­früch­ten) aus Spei­se­res­ten in der Plaque in Säu­ren. Diese grei­fen den Zahn­schmelz an, die oberste Schutz­schicht unse­rer Zähne, und es kön­nen Löcher ent­ste­hen. In ers­ter Linie, wenn Stärke und Zucker sehr häu­fig auf die Bak­te­rien im Zahn­be­lag tref­fen oder lange am Zahn haf­ten blei­ben. Wer also lau­fend hin­ter­ein­an­der etwas isst oder liebt, was zäh und kleb­rig ist (z.B. Honig oder Bana­nen), gibt den Kari­es­bak­te­rien immer wie­der oder über län­gere Zeit Nah­rung, um zahn­schäd­li­che Säu­ren zu pro­du­zie­ren. Dage­gen hilft kon­se­quent min­des­tens zwei­mal täg­lich Put­zen (zuletzt immer vor dem Schla­fen­ge­hen) und beson­ders hart­nä­ckig am Zahn kle­bende Spei­se­reste am bes­ten sofort mit Zahn­bürste und Fluo­rid­zahn­pasta zu ent­fer­nen. Mit Erfolg, wie aktu­elle Stu­dien zei­gen: Karies ist auf dem Rück­zug – 70 Pro­zent unse­rer Kin­der habe keine Karies.

Sau­res macht Zähne nicht lustig

Zahn­schä­di­gende Säu­ren wer­den nicht nur von Kari­es­bak­te­rien gebil­det. Sie kom­men auch natür­lich in vie­len Lebens­mit­teln vor – und tref­fen dann direkt auf den Zahn­schmelz. Die­ser muss dage­gen gewapp­net sein, sonst kommt es zur Ero­sion, d.h. der Zahn wird nach und nach zer­stört. Fluo­ride machen den Schmelz hart gegen Angrei­fer. Trotz­dem Vor­sicht: Nach dem Ver­zehr sau­rer Lebens­mit­tel ist der Zahn­schmelz zunächst immer auf­ge­weicht – beson­ders bei den emp­find­li­chen Milch­zäh­nen. Wer anschlie­ßend sofort putzt, rub­belt sich die oberste Schutz­schicht von den Zäh­nen. Daher wenn man Obst geges­sen oder Säfte oder säu­re­hal­tige Erfri­schungs­ge­tränke genos­sen hat, lie­ber mit dem Zäh­ne­put­zen eine halbe Stunde abwar­ten. Dann kann näm­lich der Spei­chel in Aktion tre­ten. Er ent­hält Mine­ra­lien, die den Zahn­schmelz rege­ne­rie­ren. Und auch zum Schutz der Zähne vor Säu­ren heißt die Devise: Nicht andau­ernd essen, nuckeln oder nippen.

Vom Umgang mit har­ten Sachen

Eben­falls eine „Abrei­bung“ für den Zahn­schmelz bedeu­ten harte Lebens­mit­tel: Ob rohe Möh­ren, andere Roh­kost oder Voll­korn­brot: Wer daran stän­dig nagt oder knab­bert, trägt die Schmelz­schicht ebenso ab (Abra­sion), als wenn er mit der Zahn­bürste die Zähne zu fest und zu hef­tig schrubbt. Ein Zahn­schmelz, der durch Fluo­ride gehär­tet ist, wird weni­ger leicht „abrasiert“.

Zwei­mal jähr­lich Zahnkontrolle

Zur Sicher­heit soll­ten auch die größ­ten Mundhygiene-Helden zwei­mal im Jahr ihre Zähne kos­ten­los beim Zahn­arzt kon­trol­lie­ren las­sen. Meist wird ihnen dann der Erfolg ihres Eifers bestä­tigt. Und soll­ten trotz Schutz durch Fluo­ride und gründ­li­chem Put­zen doch Schä­den am Zahn auf­tre­ten gilt: Je eher diese ent­deckt und besei­tigt wer­den kön­nen, desto besser.